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Geschichte der Musikkapelle Hartpenning

Die Musikkapelle Hartpenning wurde im Jahre 1947 von Pfarrer Trischberger gegründet, indem er damals in einer Jugendstunde einige Burschen fragte, ob sie nicht Lust hätten, eine Blaskapelle zu gründen. Der Musiklehrer Wolfgang Haencke aus München, Flügelhornist an der bayrischen Staatsoper, bringt den jungen begeisterten Burschen das Spielen bei, sodaß an Weihnachten 1947 vom Kirchturm „Stille Nacht, heilige Nacht“ gespielt werden konnte. Aus dem Erlös aus einigen Festmetern Langholz wurden Instrumente beschafft – der Musiklehrer aus München wurde mit Eiern, Mehl, Brot und manchmal einem Stück Geräuchertem entlohnt. Die Hartpenninger Musikanten entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einer Kapelle mit solidem technischen und musikalischen Können, und sind bei vielen Anlässen sehr gefragt -das Dorf hat nun „seine“ Musik. Sepp Zinsbacher wurde als erster Musikmeister im Jahr 1957 von Josef Jörg abgelöst – fünf Jahre später übernimmt der damals 24jährige Winfried Schnabel den Dirigentenstab. Mit ihm beginnt eine neue Ära, unter seiner Federführung steigert sich die Kapelle kontinuierlich in ihrem Niveau – sie war nun im ganzen Oberland bekannt. In den 70er Jahren wurden einige politische bzw. sportliche Veranstaltungen musikalisch umrahmt, wie z.B. die Verabschiedung Königin Silvia’s aus Schweden oder den Empfang des des FC Bayern nach dem Gewinn des Europapokals auf dem Münchner Flughafen. Im Jahre 1976 spielen die Kapelle unter dem Namen „Stubenbacher Blasmusik“ eine Langspielplatte mit dem Titel „So klingst im Oberland“ ein. In den Jahren 1977 bis 1981 spielen die Hartpenninger auf dem größten Volksfest der Welt, auf der Wies’n. Die Musikanten waren in den Jahren viel unterwegs, auch im Ausland – so ist zu erwähnen die Gastspiele in Davos bzw. Chur. Im Jahre 1994 stand ein Auftritt in Amerika auf dem Terminkalender, wo ein achttägiges Oktoberfest musikalisch umrahmt wurde. Die Jahre 1988-1993 wurden durch die schweren gesundheitlichen Probleme des langjährigen Musikmeister Winfried Schnabel geprägt. Als Nachfolger konnte 1988 Uli Pförtsch aus Holzkirchen, Soloposaunist beim Rundfunk, gewonnen werden. Er leitet die Kapelle vier Jahre. Der erst 19jährige Markus Reichhart übernimmt 1992 die Kapelle und leitet sie auch heute noch. Höhepunkt der 90er Jahre war u.a. das 50jährige Jubiläum, das ausgiebig in einer Festwoche gefeiert wurde. Mag nun ein trauriges oder lustig-geselliges Ereignis die Musikanten dazu veranlassen, ihre Instrumentenkästen zu öffnen, sie schenken immer in irgendeiner Form Trost und Freude -Freude, wie sie auch schon 1947 so unendlich wichtig war.